soldbuch eines fallschirm panzer jäger
Einführung zum soldbuch
Dieses Dokument präsentiert das Soldbuch eines Soldaten der Fallschirm Panzer Jäger Abteilung 10. Es handelt sich um ein faszinierendes Zeugnis eines Luftwaffenangehörigen, dessen militärische Laufbahn von verschiedenen Stationen geprägt war, bevor er schließlich in dieser speziellen Einheit endete. Die Dokumentation bietet Einblicke in die Ausbildung und den Dienst eines Unteroffizieranwärters im Zweiten Weltkrieg.
Ausstellung und frühe laufbahn
Das Soldbuch wurde am 06. August 1943 in Crailsheim ausgestellt und trägt die Nummer 10383. Zunächst war der Soldat als „Flieger“ eingetragen und dem „Fliegenden Personal“ zugeordnet. Er durchlief eine Ausbildung in verschiedenen Fliegerregimentern, bevor er zur Flugzeugführerdoppelschule A 3 versetzt wurde. Diese frühe Phase zeigt die Vielseitigkeit seiner Ausbildung innerhalb der Luftwaffe.
Ausbildung zum flugzeugführer
Nach seiner Ausbildung kam er zur Flugzeugführerschule A 5, wo er zum Unteroffiziersanwärter ernannt wurde. Diese Schule war ein entscheidender Schritt in seiner Entwicklung zum Flugzeugführer. Die Ernennung zum Unteroffiziersanwärter markiert einen formalen Status innerhalb der Luftwaffe und ebnete den Weg für weitere Verantwortlichkeiten.
Versetzung zur fallschirm panzer jäger abteilung 10
Am 9. April 1945 erfolgte die Versetzung zu der neu aufgestellten 1. / Fallschirm Panzer Jäger Abteilung 10. Diese Einheit war nicht der 10. Fallschirmjäger Division unterstellt, sondern der 11. Fallschirmjäger Division in Hamburg. Die späte Versetzung kurz vor Kriegsende deutet auf die dringende Notwendigkeit hin, zusätzliche Kräfte zu mobilisieren.
Flugzeugführerabzeichen und flugstunden
Bemerkenswert ist die späte Verleihung des Flugzeugführerabzeichens am 9. März 1945 durch den Hauptmann und Kompaniechef der Flugzeugführerschule. Sein Luftwaffen-Flugzeugführerschein weist beeindruckende Flugstatistiken auf: 317 Flugstunden, 345 Starts und 47800 km Überlandflug. Dies zeugt von umfangreicher Flugerfahrung.
Eingesetzte flugzeugtypen
In seinem Flugzeugführerschein sind folgende Flugzeugtypen vermerkt: Me 109, Fw 190, Ju 88, Fieseler Storch, Me 110, Ju 52, Ju 87, Me 108, He 111 und neun weitere verschiedene Schulflugzeuge. Die Vielfalt der eingesetzten Flugzeuge deutet auf eine umfassende, wenn auch möglicherweise verkürzte, Ausbildung hin. Es scheint, als ob die Ausbildung in der kurzen Zeit sehr intensiv war, aber eine ausführliche Ausbildung möglicherweise nicht stattfand.
