soldbuch von major gerhard bochum – sturmgeschütz abteilung 177
Einführung
Dieses Dokument präsentiert das Soldbuch von Major Gerhard Bochum, Kommandeur der Sturmgeschütz Abteilung 177 (mot.). Das Soldbuch wurde am 26. August 1939 vom Artillerie Regiment 162 ausgestellt und bietet einen detaillierten Einblick in seinen Dienstverlauf während des zweiten Weltkriegs. Die erste Seite trägt die Nummer „1“ und dokumentiert anfänglich seinen Dienstgrad als Hauptmann. Das Soldbuch wurde direkt bei der Truppe ausgefüllt und trägt die Unterschrift des Kommandeurs des Artillerie Regiments. Die Einheit wurde als N. Zg. III. / A. R. 162 (Nachrichten Zug III / Artillerie Regiment 162) bezeichnet.
Dienstverlauf und beförderungen
Bereits am 4. Oktober 1940 erfolgte Bochums Beförderung zum Major. Daraufhin wurde er zum IV. / Artillerie Regiment 248 versetzt. Von November 1942 bis Januar 1943 bekleidete er die Position des Kommandeurs der Sturmgeschütz Abteilung 177 (mot.). Diese Periode markiert einen entscheidenden Abschnitt in seinem Lebenslauf, der ihn direkt in die Gefechte um Stalingrad führte.
Einsatz in stalingrad
Die Sturmgeschütz Abteilung 177 war während der Schlacht von Stalingrad im Einsatz und wurde dort fast vollständig vernichtet. Das Soldbuch des Majors weist bedauerlicherweise keinen expliziten Eintrag zur Zugehörigkeit zur Sturmartillerie ab. Ein späterer Eintrag vom 16. November 1942, mitten in den Kämpfen um Stalingrad, verzeichnet die Ausgabe zusätzlicher Ausrüstung, darunter ein Watteanzug, Filzstiefel und Fausthandschuhe – ein deutliches Zeichen für die widrigen Bedingungen.
Ausbildung und auszeichnungen
Major Bochum absolvierte seine Ausbildung zur Sturmartillerie beim Artillerie Lehr Regiment (mot.) 2. Während seines Dienstes im Artillerie Regiment 248 erhielt er folgende Auszeichnungen: Das Eiserne Kreuz 2. Klasse am 11. Juli 1941, Das Eiserne Kreuz 1. Klasse am 28. November 1941 und Das Sturmabzeichen am 26. Juli 1942. Alle diese Auszeichnungen wurden von der 168. Infanterie Division bestätigt. Diese Ehrungen spiegeln seinen Mut und seine Tapferkeit im Kampf wider.
Kriegsgefangenschaft und überleben
Major Gerhard Bochum geriet zusammen mit den Überresten seiner Sturmgeschütz Abteilung 177 in Kriegsgefangenschaft während der Schlacht von Stalingrad. Bemerkenswert ist, dass er diese Gefangenschaft überlebte. Sein Überleben ist ein Zeugnis seines Durchhaltevermögens und Glücks angesichts der katastrophalen Umstände, die in Stalingrad herrschten. Die Umstände seiner Gefangenschaft und anschließenden Freilassung sind nicht detailliert dokumentiert.
Schlussfolgerung
Das Soldbuch von Major Gerhard Bochum ist ein wertvolles historisches Dokument, das einen Einblick in das Leben und die Karriere eines deutschen Offiziers während des zweiten Weltkriegs bietet. Es beleuchtet die brutalen Realitäten des Krieges, insbesondere den Einsatz der Sturmgeschütz Abteilung 177 in Stalingrad. Das Fehlen bestimmter Einträge, wie der expliziten Zugehörigkeit zur Sturmartillerie, kann auf die chaotischen Bedingungen im Kampf zurückgeführt werden.
